Helmuth Plessner Gesellschaft: Förderung von Forschung und Dialog
Die Helmuth Plessner Gesellschaft (HPG) verfolgt das Ziel, Wissenschaft und Forschung im Bereich der Philosophischen Anthropologie und des geistigen Erbes von Helmuth Plessner zu fördern. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 in Göttingen agiert die HPG als interdisziplinäres und internationales Forum, das Plessners Denken für aktuelle wissenschaftliche Debatten und die Öffentlichkeit zugänglich macht.
Gründung und Entwicklung der Gesellschaft
Die Gesellschaft wurde unter Mitwirkung führender Wissenschaftler und Plessner-Vertrauter gegründet, darunter Wolfgang Eßbach, Monika Plessner (†) und Hans-Peter Krüger. Bereits früh etablierte sie wichtige Strukturen, wie ein Präsidium, einen wissenschaftlichen Beirat und den Helmuth Plessner Fonds. Dieser Fonds unterstützt Forschungen zum Nachlass Plessners, der im Archiv der Rijksuniversiteit Groningen verwahrt wird.
Seit ihrer Gründung hat die HPG nationale und internationale Kooperationen gefördert, darunter Kongresse, Workshops und Publikationen. Die Mitgliederzahl ist kontinuierlich gewachsen und umfasst heute zahlreiche Experten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Internationale Kongresse und Aktivitäten
Die HPG organisiert regelmäßig internationale Kongresse, um den Austausch über Plessners Werk zu fördern. Themen wie „Exzentrische Positionalität“ (2000, Freiburg), „Expressivität und Stil“ (2006, Florenz) oder „Verspätete Nation“ (2012, Wiesbaden) standen im Fokus. Diese Veranstaltungen bieten Nachwuchsforschern und etablierten Wissenschaftlern gleichermaßen eine Plattform für Diskussionen und Zusammenarbeit.
Darüber hinaus begleitet die Gesellschaft Übersetzungen von Plessners Schlüsselwerken, darunter Die Stufen des Organischen und der Mensch und Macht und menschliche Natur, ins Englische und Französische.
Förderung des wissenschaftlichen Dialogs
Die HPG verbindet Philosophie, Soziologie, Biologie und Kulturwissenschaften in einem einzigartigen interdisziplinären Ansatz. Sie unterstützt Übersetzungen, veröffentlicht Sammelbände und initiiert wissenschaftliche Workshops zu zentralen Themen der Philosophischen Anthropologie. Besonders die Kooperation mit internationalen Wissenschaftlern hebt die Bedeutung Plessners in einem globalen Kontext hervor.
Helmuth Plessner Gesellschaft heute
Mit rund 110 Mitgliedern agiert die HPG als lebendiges Netzwerk, das Wissenschaftler weltweit miteinander verbindet. Sie fördert den Austausch über Plessners Denken und macht seine Ideen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Mit ihrer Arbeit trägt die Gesellschaft dazu bei, Plessners Vermächtnis lebendig zu halten und seine Philosophie für die Herausforderungen der Gegenwart fruchtbar zu machen.
Die Helmuth Plessner Gesellschaft ist unabhängig und als gemeinnütziger Verein verfaßt. Sie ist für neue Mitglieder offen.
Der Jahresbeitrag beträgt EUR 52,-, der reduzierte EUR 25,-. Das Präsidium entscheidet über Anträge auf Ermäßigung.