Geschichte und Grundstruktur des Vereins

Ziele der Helmuth Plessner Gesellschaft

Die Helmuth Plessner Gesellschaft (HPG) verfolgt das Ziel, Wissenschaft und Forschung im Bereich der Philosophischen Anthropologie sowie das geistige Erbe von Helmuth Plessner zu fördern. Sie versteht sich als Forum für das wachsende Interesse an Plessners Denken und Werk sowie als Plattform für die Renaissance der Philosophischen Anthropologie.
Die Gesellschaft unterstützt interdisziplinäre und internationale Forschung und bringt dabei die Verknüpfung von Biologie, Psychologie, Kultur- und Sozialanthropologie in den Mittelpunkt.


Gründung und Entwicklung

Die HPG wurde am 14. März 1999 in Göttingen gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem Wolfgang Eßbach, Joachim Fischer, Zdzislaw Krasnodebski und Monika Plessner (†). Das erste Präsidium leitete Wolfgang Eßbach als Präsident, unterstützt von Lolle Nauta (†) als Vizepräsident und Joachim Fischer als Generalsekretär.

Seit ihrer Gründung hat sich die Gesellschaft stetig weiterentwickelt. Neue Präsidien wurden regelmäßig gewählt, zuletzt 2023 mit Gesa Lindemann als Präsidentin. Der wissenschaftliche Beirat, der die Arbeit der Gesellschaft begleitet, wurde mehrfach erweitert und erneuert, um Expertise aus verschiedenen Disziplinen zu integrieren.


Internationale Zusammenarbeit und Aktivitäten

Die HPG organisiert regelmäßig akademische Veranstaltungen, darunter internationale Kongresse, Konferenzen und Workshops. Beispiele hierfür sind:

  • Helmuth Plessner – Exzentrische Positionalität (Freiburg, 2000)
  • Expressivität und Stil (Florenz, 2006)
  • Verspätete Nation (Wiesbaden, 2012)

Die Gesellschaft fördert auch die Übersetzung von Plessners Werken in zahlreiche Sprachen, darunter Englisch, Französisch und Chinesisch. Ziel ist es, seine Thesen einem internationalen Publikum zugänglich zu machen.


Verbindung zu Archiv und Fonds

Die HPG ist eng mit dem Helmuth Plessner Archiv und dem Helmuth Plessner Fonds in Groningen verbunden. Das Archiv bewahrt den umfangreichen Nachlass Plessners, während der Fonds Forschungsprojekte zur Erschließung des Nachlasses finanziell unterstützt.


Schwerpunkte der aktuellen Arbeit

Die Helmuth Plessner Gesellschaft konzentriert sich derzeit auf vier Hauptziele:

  1. Edition und Neuveröffentlichung: Veröffentlichung unbekannter und vergriffener Plessner-Texte.
  2. Übersetzungen: Förderung internationaler Übersetzungen von Plessners Werken.
  3. Erinnerungskultur: Zusammenarbeit mit Plessners Geburtsstadt Wiesbaden, z. B. durch den „Wiesbadener Helmuth Plessner Preis“.
  4. Akademische Veranstaltungen: Organisation von Kongressen, Konferenzen und Workshops zu Plessner und der Philosophischen Anthropologie.

Kommunikation und Mitgliederarbeit

Die HPG pflegt den Austausch mit ihren rund 110 Mitgliedern durch Rundbriefe und eine informative Website. Sie ist offen für Anregungen und Ideen, um Plessners Vermächtnis weiterzutragen und aktuelle Diskussionen zu bereichern.

Die Helmuth Plessner Gesellschaft ist unabhängig und als gemeinnütziger Verein verfasst. Sie ist für neue Mitglieder offen.
Der Jahresbeitrag beträgt EUR 52,-, der reduzierte EUR 25,-. Das Präsidium entscheidet über Anträge auf Ermäßigung.

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